Ich wünsche mir ...

… dass Sie sich - so schwer das auch fallen mag - bereits vor dem Tod Ihres Tieres Gedanken darüber machen, was mit seinem Körper geschehen soll. In der Situation selbst, auch wenn sie nicht unerwartet kommt, steht man oft vollkommen neben sich, kann keinen klaren Gedanken fassen und ist dann froh, wenn man genau weiß, was man haben möchte und wohin man sich wenden kann. Gerne können wir uns auch schon "vorher" kennenlernen. Dann bin ich auch keine ganz Fremde mehr, der Sie ihren Tierengel irgendwann anvertrauen.
… dass Sie mutig genug sind, auf Ihr Gefühl und auf Ihr Herz zu horchen: auch Tiere dürfen auf natürlichem Weg sterben. Es muss nicht immer der Weg der Euthanasie gegangen werden (auch wenn dieser in manchen Situationen die einzig richtige Entscheidung ist). Lesen Sie zu diesem Thema gerne den Artikel "So lange es mehr blaue als graue Tage gibt".

… dass Sie sich Ihrer Trauer und Ihrer Tränen nicht schämen. Wie oft muss man sich "zusammenreißen," sich genau überlegen, mit wem man über seine Trauer um ein geliebtes Tier spricht und sich selbst immer wieder einreden, dass es "jetzt aber genug" ist? Warum muss man nach dem Tod eines Tieres ab Tag 1 wieder funktionieren? Das ist einfach nicht richtig. Sie haben einen treuen, vielleicht Ihren besten Freund verloren, ein geliebtes Mitglied Ihrer Familie, Ihren Seelengefährten und Partner. Sie dürfen trauern! Ganz egal, was andere darüber sagen oder denken.

… dass immer mehr Pferde (in meiner Wunschvorstellung auch alle sogenannten Nutztiere) die Möglichkeit eines Abschieds und einer Bestattung in Würde bekommen. Oft ist der hohe finanzielle Aufwand ein Argument dafür, dass Pferde nicht eingeäschert werden. Ja, im Vergleich zum Haustier ist die Einäscherung eines Pferdes zusammen mit der meist notwendigen Überführung durch das Krematorium mit hohen Ausgaben verbunden. Wenn man jedoch bereits von Beginn an (mit Anschaffung) anfängt, etwas beiseite zu legen und auf die eine oder andere Schabracke verzichtet, hat man den Preis einer Kremierung zusammen mit der ab da wegfallenden Stallmiete relativ rasch wieder eingeholt. Und wenn man dann noch bedenkt, was ein Pferd im Laufe seines hoffentlich langen Lebens an Kosten verursacht, dann ist am Ende die Einäscherung in Relation ein nicht allzu großer Posten. Etwas, das meiner Ansicht nach auch ein Pferd, das ja viel mehr noch als zum Beispiel ein Hund oder eine Katze "im Dienste des Menschen steht" am Ende des Weges aus Liebe und Respekt einfach verdient hat.